GIPFELBLICKE
© Erich Arndt
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Gipfelblicke
auf die Bezirke der DDR
HALLE
Geografie:
Der
Ramberg
,
auch
das
Rambergsmassiv
genannt,
ist
ein
maximal
587,1 m ü.NHN
hohes
und
etwa
30 km²
großes
Granitmassiv
des
Mittelgebirges
Harz
im
sachsen-
anhaltischen
Landkreis
Harz.
Seine
höchste
Erhebung
heißt
Wegenerskopf
.
Etwas
südöstlich
davon
befindet
sich
die
Viktorshöhe
(581,5 m).
Im
Gebiet
des
Massivs
entspringen
mehrere
Bäche.
Zu
DDR-Zeiten
war
der
Ramberg
die
höchste
Erhebung im Bezirk Halle.
Unsere Aufstiegsroute:
Vom
ehemaligen
Forsthaus
Wegenerskopf
,
nahe
des
Luftkurortes
Friedrichsbrunn,
geht
es
weglos
etwa
200m
durch
das
Unterholz
zu
einer
begrasten
kleinen
Hochfläche.
Unsere Abstiegsroute:
Wie Aufstieg.
Anstrengung:
Leichte Wanderung (T1).
Ausrüstung:
Wander- bzw. Radlerausrüstung.
Gefahren:
Keine.
Bemerkungen:
Zur
Namensherkunft
des
Gipfels
teilte
mir
der
Ortsbürgermeister
von
Friedrichsbrunn, Herr Friedrich Jürgen Zehnpfund, folgendes mit:
…
meine
Nachforschungen
haben
ergeben,
dass
wahrscheinlich
eine
Familie
Wegener
das
Haus
am
Wegenerskopf
erbaut
haben
und
die
Bezeichnung
somit
auf
sie
zurückgeht.
Im
19.
Jahrhundert
wurde
dieses
Haus
dann
an
den
Forstbetrieb
als
Försterei
verkauft.
Dieser
Zustand
hielt
bis
ca.
vor
3
Jahre
an.
Jetzt
ist
das
Haus
wieder
in
Privathand.
Die
Nachfragen
meinerseits
bei
Einwohnern,
die
mittlerweile
selbst
fast
100
Jahre
alt
sind,
konnten
mir
auch
nicht
weiterhelfen,
da
sie
meinten,
dass
selbst
deren
Eltern
die
Bezeichnung
„Wegenerskopf‘“
lange
kannten
…
Letzte Aktualisierung: 05.10.2018
im Kontext der Geschichte
Die höchsten natürlichen Erhebungen in den ehemaligen Bezirken der DDR
Nach
einer
geruhsamen
Nacht
in
der
Pension
Stella
steigen
Brigitte
und
ich
mit
aufgehender
Sonne
aus
den
Betten.
Die
Luft
ist
frisch
und
es
windet.
Die
gestrige
Etappe
von
Leipzig
nach
Eisleben
ist
gut
verkraftet.
Um
7:30
Uhr
wird
gefrühstückt.
Die
Chefin
Natalia
Ketzenberg
hat
uns
ein
gutes
Frühstück
bereitgestellt.
Was
man
braucht, ist vorhanden und köstlich. Frühstück gut, alles gut!
Gegen
8:15
Uhr
rollen
die
Räder.
Zunächst
führt
unser
Weg
am
Marktplatz
mit
dem
Denkmal
des
Reformators
vorbei.
Im
Nettomarkt
werden
Wein
und
Wasser
geordert,
dann
geht
es
aus
der
1000-jährigen
Lutherstadt
hinaus.
Die
hohen
pyramidenförmigen
Halden
des
Kupferschieferbergbaus
sind
aus
dem
Blickfeld
verschwunden,
als
wir
auf
die
B
180
auffahren.
Das
östliche
Harzvorland
ist
eine
echte
Teststrecke
der
Kondition.
Bergauf-Bergab
mit
Kanten-
und
Gegenwind
und
dass
bei
stark
befahrener
Bundesstraße.
Nur
gut,
dass
Brigitte
bei
Bedarf
Unterstützung
zuschalten
kann,
denn
sie
fährt,
nicht
wie
ich
ein
Tourenrad,
sondern
ein
Pedelec.
Auf
der
Strecke
nach
Klostermannsfeld
nimmt
zwar
der
Autoverkehr
ab,
aber
Wind
und
Anstiege
bleiben.
Gegen
10:00
Uhr
stecken
erst
21
km
in
den
Beinen,
der
Ort
Saurasen
ist
erreicht.
Unter
den
Windverhältnissen
und
dem
Geländeprofil
des
Harzvorlandes
strampeln
wir
weitere
eineinhalb
Stunden
bis
Harzgerode.
Das
geografische
Tagesziel,
der
Ramberg,
kommt
ins
Blickfeld.
Doch
bis
dahin
muss
noch
kräftig
auf
die
Pedalen
getreten
werden.
Die
Anstiegspassage
bis
nach
Mägdesprung
wird
gemeistert,
dann
geht
es
auf
waldigen
Pfaden
weiter.
Der
fast
vollständig
bewaldete
Ramberg
ist
eines
der
drei
großen
Granitmassive
des
Harzes.
Brigitte
und
ich
radeln
am
Bremer
Teich
vorbei.
Ursprünglich
wurde
der
Stauteich
zur
Fischzucht
genutzt,
doch
das
ist
Geschichte.
Heute
kann
man
hier
im
Sommer
sogar
baden.
Auf
unserer
Strecke
liegt
das
Bärendenkmal.
Eine
gusseiserne
Tafel
erinnert
an
den
letzten
im
Harz
erlegten
Bären.
Dies
geschah
im
17.
Jh.
Nach
weiteren
3
km
wird
Halt
an
zwei
sagenumwobenen
Granitfelsen
gemacht:
die
Große
und
Kleine
Teufelsmühle.
Bei
dem
Flächendenkmal
handelt
es
sich um
eine
bizarre
mehrere
Meter
hohe
Felsgruppe, an
welcher
die
sogenannte
Wollsackverwitterung
hervorragend
erkennbar
ist.
Dem
Waldweg
folgend
erreichen
wir
den
zweithöchsten
Punkt
des
Ramberges,
die
Viktorshöhe
(581
m).
Die
Gipfelbezeichnung
geht
auf
Fürst
Viktor
Friedrich
von
Anhalt
(1700
–
1765)
zurück,
der
unterhalb
des
Berges
ein
Jagdhaus
besaß.
Zur
umfangreichen
Geschichte
dieser
Anhöhe
gehört
u.
a.
das
zu
DDR-
Zeiten
betriebene
Betriebsferienheim
des
VEB
Draht-
und
Seilwerke
Rothenburg.
Die
Ferienanlage
und
die
nahestehende
Gaststätte
waren
seinerzeit
sehr
beliebt.
Nach
der
Wende
wurden
die
Häuser
nicht
mehr
genutzt
und
ihrem
Schicksal
überlassen.
Ich
mache
einige
Fotos
von
den
leer
stehenden
Gebäuden
und
den
weit
fortgeschrittenen
Verfall.
Wo
sich
einst
Kinder
und
Erwachsene
erholten
treffen
wir
ein
Dutzend
Männer
und
Frauen
in
Tarnuniformen,
die
mit
Airsoft-
Waffen
ihren
„
Sport
“
betreiben.
Die
Fahrt
über
den
Ramberg
endet
für uns in der Nähe des 587 m hohen Wegenerskopf.
Der
wenig
markante
und
von
Wald
bedeckte
Gipfel
befindet
sich
am
östlichen
Ortsrand
von
Friedrichsbrunn
am
Rande
eines
unwegsamen
Moorgebietes.
Er
war
einst
die
höchste
natürliche
Erhebung
des
ehemaligen
DDR-Bezirkes
Halle.
Brigitte
und
ich
stellen
die
Räder
in
einem
Gebüsch
ab,
das
nahe
des
ehemaligen
Forsthauses
„
Wegenerskopf
“
liegt,
dann
schlagen
wir
uns
durch
das
Gebüsch.
Mit
dem
GPS
mache
ich
eine
mit
Grasbüscheln
bewachsene
kleine
Hochfläche
als
höchste
Erhebung
aus.
Es
gibt
keine
Markierungen
wie
z.
B.
einen
Gipfelstein
oder
einen
trigonometrischen
Punkt.
Die
Tagesetappe
endet
um
15:00
Uhr
nach
geradelten
60
km
in
der
Ferienanlage
Friedrichsbrunn.
Der
weitere
sonnige
Nachmittag
wird
zu
einem
Ortsbesuch
genutzt.
Unverkennbar
im
Straßenbild
ist
die
bevorstehende
Walpurgisnacht
zum
1.
Mai.
In
mehr
als
20
Ortschaften
rund
um
den
Brocken
wird
in
dieser
Nacht
der
Winter
mit
Hexenspektakel
vertrieben.
Wir
treffen
verkleidete
und
geschminkte
Menschen
mit
kurzen
Hörnern
und
krummen
Nasen,
die
sich
auf
den
Weg
zur
Kultstätte
Hexentanzplatz
in
Thale
machen.
Auch
in
Friedrichsbrunn
sind
einige
Vorgärten
und
Zäune
mit
Hexen
und
Teufeln
geschmückt.
Unser
Dorfspaziergang
führt
zum
Friedrichsbrunnen.
Der
Ort
entstand
aus
einem
1774/75
gegründeten
preußischen
Kolonistendorf
und
bekam
seinen
Namen
mit
„
allergnädigster
Erlaubnis
“
des
Königs
Friedrich
der
Große,
welcher
im
Jahre
1754
auf
einer
Inspektionsreise
am
„
Ungetreuen
Brunnen
“
–
heute
Friedrichsbrunnen
-
gerastet
haben
soll.
Heute
hat
sich
aus
dem
ehemaligen
Kolonistendorf
ein
schmucker
Kur-,
Erholungs-
und
Wintersportort
entwickelt.
Etwa
in
der
Dorfmitte
steht
die
Bonhoeffer-Kirche,
von
deren
Anhöhe
es
einen
Fernblick
auf
den
Großen
Auerberg
mit
dem
Josephkreuz
gibt.
Unser
Rundgang
endet
mit
dem
Blick
auf
den
Brocken.
Im
Hotel
wird
der
Hunger
gestillt,
dann
entspannen
sich
die
Pedalritter
und
schwimmen
einige
Runden
im
Innenpool
der
Ferienanlage.
So
richtig
nett
ist's
nur
im
Bett
–
wie
recht hatte Peter Alexander, als er diesen Schlager 1975 sang.
Im Reisetagebuch geblättert
(Montag, 30.04.2018)
Bergauf - Bergab mit Kantenwind durch das östliche Harzvorland